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Ausbrüche, aber Rückruf für Belgien im Jahr 2020

by drbyos
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Laut dem Jahresbericht der Lebensmittelbehörde waren im Jahr 2020 mehr als 1.200 Menschen in Belgien von mehr als 330 Ausbrüchen betroffen.

Bei den 333 Ausbrüchen erkrankten 1.262 Menschen, 27 mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zwei ältere Menschen starben, einer an einer Salmonellen- und der andere an einer Shiga-Toxin-produzierenden E. coli (STEC)-Infektion, aber ein Zusammenhang mit Nahrungsmitteln konnte nicht bestätigt werden.

Die Zahl der Ausbrüche ging von 571 im Jahr 2019 zurück, wobei 2.457 Menschen erkrankten und 28 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die Bundesagentur für die Sicherheit der Lebensmittelkette (FASFC) sagte, die Auswirkungen von Coronavirus-Maßnahmen wie die Schließung von Schulen und mehr Heimarbeit sowie die Schließung von Restaurants und Kantinen erklären teilweise den Rückgang.

Ursachen von Ausbrüchen
Für 317 Ausbrüche war der verantwortliche Erreger unbekannt. Campylobacter verursachte nach Angaben von Sciensano, dem belgischen wissenschaftlichen Institut für öffentliche Gesundheit, drei mit 10 Kranken und STEC drei mit 17 Kranken und 14 im Krankenhaus.

Bacillus cereus stand hinter zwei Ereignissen mit 20 Erkrankten, Histamin zwei mit 12 Erkrankten und Salmonellen zwei mit 11 Erkrankten und sechs mussten nach dem Verzehr von Fleisch- und Schweinefleischprodukten im Krankenhaus behandelt werden.

Bei einem Norovirus-Ausbruch erkrankten 151 Menschen, die mit Gemüse in Verbindung standen; Honig war für eine Clostridium botulinum-Erkrankung verantwortlich und die Quelle für einen Ausbruch von Clostridium perfringens mit 21 Erkrankten war unbekannt.

Fast die Hälfte der Ausbrüche stand im Zusammenhang mit der HORECA oder dem Hotel- und Gaststättengewerbe. Mehr als ein Viertel waren mit privaten Haushalten verbunden und 10 Prozent mit Take-away und Fast Food.

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Die FASFC hat im vergangenen Jahr 3.605 Verbraucherbeschwerden erfasst und bearbeitet. Die meisten im Zusammenhang mit Hygiene oder Lebensmittelvergiftung. Nach einem Anstieg in den letzten Jahren ging die Zahl im Jahr 2020 zurück, hauptsächlich aufgrund der Schließung des Restaurantsektors inmitten der Coronavirus-Pandemie.

Rückrufe und Betrug
Fast 400 Produktrückrufe wurden von der FASFC im Jahr 2020, auch bekannt als AFSCA oder FAVV, veröffentlicht, wobei 105 sich auf in Indien produzierte und mit Ethylenoxid behandelte Sesamsamen betrafen, die für eine solche Verwendung in Europa nicht zugelassen sind. Dies sind 239 Rückrufe und Warnungen im Jahr 2019.

Im September 2020 warnte ein Unternehmen die FASFC auf das Vorhandensein des Stoffes in einer Charge von Sesamsamen. Dieses Problem hat den größten Teil Europas betroffen, wobei seit diesem Monat Rückrufe im Gange sind.

Im Jahr 2020 wurden 3.777 Meldungen von allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union über das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) und 266 aus Belgien übermittelt. Die Meldungen über auf dem belgischen Markt vertriebene Produkte nahmen vor allem wegen Ethylenoxid zu.

Die National Investigation Unit (UNE) verzeichnete im vergangenen Jahr 1.419 Betrugsmeldungen, verglichen mit 712 im Jahr 2018 und 1.331 im Jahr 2019. Im Jahr 2020 umfasste dies die Einleitung von fast 800 Betrugsuntersuchungen und die Entnahme von 953 Proben.

UNE konnte 673 Fälle abschließen. Bei fünfzig waren Hausbesuche und Durchsuchungen mit der Polizei beteiligt. Das Referat erhielt 62 Warnungen und übermittelte 62 Berichte über ein europäisches Meldesystem für Lebensmittelbetrug namens AAC-FF.

Im Rahmen eines Aktionsplans der Europäischen Kommission, der sich auf Produkte konzentriert, die angeblich vor dem Coronavirus schützen oder das Immunsystem stärken, hat Belgien 50 Fälle in Bezug auf illegale Produkte oder Produkte mit irreführenden Angaben bearbeitet.

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In einem Vorgang wurden 73 Proben von frischem und gefrorenem Thunfisch von Groß- und Einzelhandelsunternehmen entnommen, von denen 37 als nicht konform galten. Probleme wurden vor allem bei gefrorenem Thunfisch festgestellt und stammte hauptsächlich aus Vietnam, aber auch aus Spanien und den Niederlanden.

Insgesamt wurden 79 Tonnen Thunfisch als nicht konform beurteilt und 35 Tonnen mit Kohlenmonoxid behandelt. Weitere Themen waren die Zugabe von Ascorbinsäure und Nitrat bzw. Nitrit.

Eine weitere Maßnahme befasste sich mit Sulfiten in Fleisch, um die rote Farbe zu fördern und den Verderb zu maskieren. Anfänglich wurde festgestellt, dass sieben von 20 Standorten aufgrund der Verwendung des Konservierungsmittels nicht konform waren. Bei einer zweiten Maßnahme wurde die Verwendung von Sulfiten an 18 von 30 besuchten Standorten festgestellt.

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